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"Schicksalsjahr 1916 - Philippsburger Bürger im Krieg"


    
       Sonderausstellung     Pressemitteilung         Rückblick auf die Eröffnung der Sonderausstellung I. Weltkrieg

Vorbild für 2018

Sonderausstellung als Vorbild für die Stadt Wiesloch

Sonderausstellung im Festungs- und Waffengeschichtlichen Museum
(Senator Dr. Burda Haus) bis 31. Dezember 2017

Anfahrt

 

Mehr als 700 Exponate über zwei Etagen in diesem Museum in Philippsburg.

Schicksalsjahr 2016! Die Schlachten um Verdun und an der Somme mit ihren unsäglich hohen Verlusten auf beiden Seiten der Kriegsparteien sind sicherlich jedem Bürger ein Begriff.

Auch Philippsburger Bürger ließen in diesem Jahr ihr Leben irgendwo auf den Schlachtfeldern des I. Weltkrieges oder litten in der "Lazarettstadt" unter den zunehmenden Versorgungsmängeln. Anlass genug für den Club Rheingraf von Salm, eine Sonderausstellung zum I. Weltkrieg zu zeigen. in dem sowohl ein Einblick in das allgemeine Kriegsgeschehen als auch in die unmittelbare Betroffenheit Philippsburger Bürger gegeben werden soll.
Lazarettstadt Philippsburg
Weichnachtsfeier vor der Festhalle 1916
Foto: Stadtarchiv

Das Deutsche Reich wollte die Entscheidung im Westen suchen und dort Frankreich so weit schwächen, dass es zu deutschen Bedingungen friedensbereit würde. Mit dem Angriff auf die Festungsstadt Verdun, den Eckpfeiler der gesamten französischen Verteidigungsfront und zugleich französischer nationaler Symbolort sollte dies Ziel erreicht werden.

Die Schlacht um Verdun, angesichts der furchtbaren Menschenopfer als die "Hölle von Verdun" bezeichnet, wurde zum Symbol des Grauens der Materialschlachten. Nach fast einem Jahr erbitterten Ringers, in dem rund 280.000 deutsche und etwa 320.000 französische Soldaten starben und eine noch größere Anzahl auf beiden Seiten verwundet wurden, verlief die Frontlinie am Ende des Jahres faktisch unverändert. Die Spuren sind bis heute deutlich sichtbar.

Der Kampf um Verdun wirkte sich aber auch auf andere Frontabschnitte und Kriegsschauplätze aus: Um die bei Verdun schwer ringenden Franzosen zu entlasten, begannen Briten und andere französische Kräfte am 24.06. eine große Offensive an der Somme. Als am 26.11. die Alliierten ihre Offensive einstellten, war an einigen Stellen etwas Gelände gewonnen, aber der Durchbruchsversuch gescheitert. Die Verluste waren mit denen bei Verdun vergleichbar: rund 800.000 Mann an Gefallenen, Verwundeten und Gefangenen bei Briten und Franzosen, etwa 500.000 bei den Deutschen.
Ettlinger Straße, Karlsruhe, 1916
Foto: Stadtarchiv Karlsruhe

Über die anderen, ansonsten ruhigen Frontabschnitte an der Westfront hieß es im Bericht der Obersten Heeresleitung (OHL) lapidar: "im Westen nichts Neues". Russische Offensiven und Geländegewinne in Galizien mit hohen österreichischen Verlusten, italienische Geländegewinne an der Alpenfront, der Kriegseintritt Rumäniens aufseiten der Entente, die Seeschlacht im Skagerrak, Generalfeldmarschall von Hindenburg ersetzt General von Falkenhayn als Generalstabschef und nicht zuletzt der Tod von Kaiser Franz Josef I. sind weitere Stichworte zum Schicksalsjahr 1916.

Auch in der Heimat machte sich der ressourcenfressende Krieg - der längst schon hätte siegreich beendet sein sollen - zunehmend bemerkbar. Am 22. Juni kam es zu einem Luftangriff auf Karlsruhe bei dem über 100 Besucher des Zirkus Hagenbeck den Tod fanden, überwiegend Kinder. Die personelle Mobilmachung schritt weiter voran und führte zur Einführung des "Vaterländischen Hilfsdienstes" sowie der kriegsbedingten Emanzipation der Frauen. Es gab weitere Einschränkungen in der Lebensmittelversorgung - "Steckrübenwinter". Der allgemeine Mangel ging aber über die Lebensmittel- und Rohstoffversorgung hinaus und betraf alle Lebensbereiche. Die Sommerzeit (30. April bis 30. September) wurde eingeführt.

Die Bevölkerung litt unter all´ den Mängeln, eine dumpfe Unzufriedenheit machte sich unterschwellig breit. Immer mehr Menschen fragten sich, welchen Sinn all´ die Opfer an der Front und in der Heimat hätten. Eine Ende des Jahres mit dem Friedensangebot der Mittelmächte aufkeimende vage Hoffnung erlosch bald. Die dritte Kriegsweihnacht war trostlos, zumal beginnende Kohleknappheit und Stromeinsparungen drohende Kälte und Dunkelheit ankündigten.

Club Rheingraf von Salm - KLIO Kurpfalz - Michael Beck, Alfred Umhey


Pressemitteilung
Bruchsaler Rundschau 01.10.2016

        

 


Rückblick auf die Eröffnung der Sonderausstellung I. Weltkrieg

Erfolgreiche Abendveranstaltung zur Ausstellungseröffnung

Zu einer Soiree hatte der Club in das Festungs- und Waffengeschichtliche Museum eingeladen und es kam eine große Zahl von Gästen aus allen gesellschaftlichen Kreisen unserer Stadt und weit
Manfred Hofmeyer
Präsident
Foto: Klara Albrecht
darüber hinaus. Präsident Manfred Hofmeyer konnte anlässlich der Eröffnung der Sonderausstellung „Schicksalsjahr 1916 – Philippsburger Bürger im Krieg“ u.a. den Beigeordneten der Stadt Dieter Day, Stadt- und Ortschaftsräte, Behördenleiter, Vertreter der Wirtschaft, die Pfarrer Thomas Maier und Andreas Riehm-Strammer, Mitglieder der Heimatvereine
Besucher bei der Eröffnung der Ausstellung
Foto: Klara Albrecht
Philippsburg, Rheinsheim und Rastatt sowie die ehemaligen Vorsitzenden der Zinnfigurensammler Dr. Wolfgang Weiß, Oberst a.D. Friedhelm Klein vom Wehrgeschichtlichen Museum Schloss Rastatt und Geschäftsführer Volker Schütze vom Volksbund Deutscher Kriegsfürsorge Nordbaden begrüßen.

Sein herzliches Willkommen galt auch Bürgermeister a.D. Jürgen Schmidt und den früheren Stadträten Dorothea Geiger-Heiler und Klaus Moll.

Aus dem Bereich Wirtschaft konnte er namentlich Christiane Mayer von der Firma TVG, Felix Berny (Volksbank), Karl Herd (KHW) und Jürgen Asmus (Dank für besondere Unterstützung) benennen. Die herzliche Begrüßung galt auch den Amtsvorgängern im Club Hugo Wunsch, Ekkehard Zimmermann, Manfred Bentz und André Schmitteckert. Ehemalige Verantwortungsträger in der Stadt wie Helmut Gängel, Dr. Greiselis, Rudolf Scheuer, Nikolaus Zuckschwerdt und Dr. Detlev Vogel war ebenso ein besonderer Willkommensgruß gewidmet.

In seinem Grußwort kam Beigeordneter Dieter Day in Vertretung des Schirmherrn Bürgermeister Stefan Martus auf die Verdienste des Clubs zu sprechen, der mit der Ausstellung sich eines wichtigen Gedenkens angenommen habe.

E. Zimmermann

Bildgalerie
Foto: Klara Albrecht

die ersten Gäste
AnspracheBesucherExponateam August Lohrs Grab

Dauer der Ausstellung: ab 2016 bis 31. Dezember 2017
Öffnungszeiten: Jeden 1. Sonntag im Monat von 13.00 Uhr bis 17.00 Uhr
In den Sommerferien (August/September) bleibt das Museum geschlossen.
Eintritt frei

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